Just Married 01.07.2017

Unsere Hochzeit liegt nun genau zwei Jahre zurück. Verrückt, wie die Zeit vergeht… Und immer, wenn ich zurückdenke und mir die Bilder anschaue, wird mir ganz warm ums Herz. Aber wie war er denn eigentlich, unser großer Tag? In diesem Beitrag möchte ich euch vor allem erzählen, wie unsere Hochzeit gefühlsmäßig und vom Ablauf her für uns war. Wenn ihr euch mehr für den Stil und die Deko interessiert, solltet ihr mal in meinen WEDDING IINSPIRATION BEITRAG schauen. Dort findet ihr unsere Hochzeitsdetails in Bildern und ein paar Wedding Tipps ;). 

Jetzt aber zurück zum 1. Juli 2017. Ehrlich gesagt war ich vor unserem großen Tag gar nicht so sehr nervös. Ich wusste ja, dass ich den Richtigen gefunden hatte und deshalb hatte ich auch zu keiner Zeit kalte Füße ;) Ich habe die Nacht vorher erstaunlich gut geschlafen und ich wusste, dass es ein überschaubares Fest mit all unseren Lieben wird und keine riesen Sause mit hunderten Leuten. Das machte wirklich alles sehr entspannt für mich. Rückblickend würden wir das übrigens alles wieder ganz genau so machen. Wir haben uns bewusst dazu entschieden, wirklich nur die Gäste einzuladen, mit denen wir aktiv Kontakt haben und die uns wichtig sind. Keine Onkel, Tanten und Cousinen und Cousins, mit denen wir jahrelang keinen Kontakt mehr hatten und wirklich auch nur unsere engen Freunde und keine Bekannten, die man nur sporadisch mal sieht. Und so kamen wir auf überschaubare 52 Gäste, was ich wirklich den ganzen Tag über als super angenehme und optimale Größe empfand.

DER GROßE TAG

Ich schweife ab… Also zurück zum Morgen. Chris und ich haben die Nacht vor der Hochzeit nicht getrennt voneinander verbracht. Wir sind also zeitig gemeinsam aufgestanden und haben erst mal die letzten Dinge ins Auto geräumt. Dafür, dass wir eine Dekorateurin beauftragt hatten, war das Auto wirklich seeeehr voll. Um ehrlich zu sein sogar bis unters Dach ;) Das lag aber einfach daran, dass ich trotzdem viele kleine Basteleien selbstgemacht hatte.. Aber auch das würde ich jederzeit wieder so machen. Nachdem alles gepackt war, ging es ganz entspannt mit einem kurzen Schlenker über den Bäcker (ein Latte Macchiato und eine Brezel mussten einfach sein) zu unserer Location, die ca. 70 km von uns entfernt war. Nicht gerade ums Eck, ich weiß.. Aber nach etwa einer Stunde entspannter Fahrt kamen wir an.

DIE WEDDING LOCATION

Wir haben uns für eine freie Trauung im SCHLOSS KIRCHHEIM/TECK entschieden und im Anschluss fand unsere Feier in der VILLA BENZ, einer nahegelegenen alten Stadtvilla mit großer Terrasse und Garten, statt. Die Villa Benz war tatsächlich die erste und auch die einzige Location, die wir uns für unsere Hochzeit angeschaut haben. Ich weiß noch ganz genau, wie wir damals zur Tür hereinkamen und sofort hin und weg waren… Diese hellen, lichtdurchfluteten Räumen, die großen Sprossen-Fenster, der ganze Charme des Gebäudes und die tolle Terrasse – Schon nach 5 Minuten schauten wir uns beide an und sagten einstimmig „Das ist es!“. Heute steht die Villa Benz leider nicht mehr als buchbare Location zur Verfügung und wir sind total happy, dass wir damals noch dort feiern konnten.

Beim Schloss ging es uns ganz genauso. Natürlich hätte uns auch eine Trauung unter freiem Himmel sehr gut gefallen – Eine freie Trauung im Freien sozusagen ;) Aber ehrlich gesagt war uns das vom Wetter her einfach zu riskant. Auch, wenn der 1. Juli mitten im Hochsommer liegt.. Man kann sich nie wirklich sicher sein, ob das Wetter mitspielt und das Bangen bis zum Schluss und kurzfristige Umplanungsaktionen wollten wir uns für unseren großen Tag einfach ersparen. Ja, und so kamen wir also dazu, unsere Hochzeit 70 km von Zuhause weit weg zu feiern. Ohne einen Bezug zu Kirchheim zu haben, sondern ganz einfach, weil uns die Locations dort so gut gefallen haben. Wir sind absolute Gefühlsmenschen und vertrauen bei den meisten Entscheidungen im Leben auf unser Bauchgefühl. Da die Gäste ohnehin aus ganz verschiedenen Richtungen kamen, wäre es für sie auch nicht unbedingt besser gewesen, wenn wir bei uns Zuhause in der Nähe geheiratet hätten. Und da man ja in der Regel nur einmal im Leben heiratet, fanden wir das für diesen einen Tag absolut zumutbar..

LETZTE VORBEREITUNGEN

So, jetzt aber zurück zum 01.07.2017. Wir haben ausgeladen und die liebe Nicki von FLEUR UND LOUISE, unsere Dekorateurin (die übrigens nicht nur ein Händchen für wunderschöne Vintage-Deko hat, sondern mit der ich vom ersten Moment an einfach menschlich total auf einer Wellenlänge lag) war auch schon da und legte parallel los. Ich erinnere mich so gerne daran, wie wunderschön der Eingang der Villa in dem Moment aussah. Nicki lud ihre Kisten mit Blumen über Blumen aus und verwandelte den ganzen Eingangsbereich innerhalb weniger Minuten in das reinste Blumenmeer in Weiß- und Rosatönen. Und wie wunderbar das alles geduftet hat, hachhhh ;)

Dann bekam ich auch direkt meinen Braustrauß überreicht und war sooo happy. Ich hatte Nicki gefühlt 20 verschiedene Bilder von irgendwelchen Wildblumen-Vintage-Sträußen mit Eukalyptus gezeigt und sie hatte aus all den wirren Infos tatsächlich genau den Strauß gezaubert, den ich mir gewünscht hatte.. 

Die Zeit ging total schnell vorbei und es trudelten auch schon meine Stylistin und die Fotografin ein. All die wundervollen Bilder, die ihr in diesem Beitrag seht, hat die liebe Sara (SARAENGIS.COM) gemacht. Sie ist schon viele Jahre eine sehr gute Freundin und ich habe mich unglaublich gefreut, dass sie uns angeboten hat, nicht nur als Gast auf unserer Hochzeit zu sein, sondern auch als unsere Fotografin. Ich liebe einfach den natürlichen Stil ihrer Bilder und hätte mir keine tollere Fotografin vorstellen können. Vor allem finde ich, dass man Bildern ansieht, ob die Chemie zwischen Fotograf und Brautpaar stimmt. Passt es nicht, wird man nie so schöne, natürliche Aufnahmen bekommen. Ich weiß auch gar nicht, wie sie es angestellt hat, dass wir sie den Tag über fast gar nicht bemerkt haben.. Sie ist immer ganz unauffällig im Hintergrund herumgeschlichen und hat so unglaublich authentische, natürliche Momente eingefangen.

GETTING READY

Und schon wieder schweife ich ab ;) Es war also ungefähr 10 Uhr und ich wurde gestylt. Das volle Programm: Haare und Make-Up. Um schöne Getting-Ready-Bilder zu machen, habe ich meinen Schminktisch von Zuhause mit in die Location genommen. Das war ein ziemlicher Act aber ich finde, der Aufwand hat sich gelohnt ;). Ich wurde im lichtdurchfluteten Obergeschoss ready gemacht und unten wuselten das Personal der Villa Benz, Chris, die Trauzeugen und die Dekorateurin wie die Heinzelmännchen umher und verwandelten die Villa in eine festliche Location.

Für ich war es auch zu dem Zeitpunkt noch total entspannt. Ich wusste einfach, dass ich mich auf alle verlassen kann und konnte mich ganz in Ruhe hübsch machen lassen. Beim Probe-Styling war ich mit meiner Frisur übrigens irgendwie nicht so wirklich happy. Sie war zwar schön aber einfach nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass die liebe Nadine meine Haare am entscheidenden Tag wirklich ganz genauso so hingezaubert hat, wie ich es mir gewünscht habe. Und das auch noch in einer beeindruckenden Geschwindigkeit ;) Aber das können sie halt einfach, die Stylisten…

Chris machte sich nebenan fertig. Das Obergeschoss der Villa war ziemlich verwinkelt, so dass wir uns währenddessen nicht sehen konnten. Und Sara hat uns beide abwechselnd in wunderschönen Bildern festgehalten. Wir hatten uns kurz überlegt, uns in dem Hotel, das wir uns für die Übernachtung gebucht hatten, anzuziehen und fertigzumachen. Da die Zimmer dort aber einen relativ dunklen und stark gemusterten Teppich hatten bin ich sehr froh, dass wir uns für das helle und ruhig wirkende Obergeschoss der Villa entschieden hatten. 

Auf einmal wurde es etwas wuselig. Meine Trauzeugin schlich immer wieder um uns herum und sagte „Willst du dich langsam anziehen? Ihr wolltet doch um 12 los, um Bilder zu machen“.. Huch – ich hatte gar nicht bemerkt, dass die Zeit schon so weit fortgeschritten war. Unser Zeitplan sah vor, dass Chris und ich uns im Obergeschoss der Villa zum ersten Mal fertig angezogen und gestylt sehen. Der berühmte „First look“. Ich kannte vorher übrigens Chris Anzug und er kannte auch schon mein Kleid. Es ist aber trotzdem ein unglaublich schönes Gefühl, sich zum ersten Mal im kompletten Hochzeitsoutfit zu sehen. Wir trafen also zum ersten Mal aufeinander und genossen den besonderen Moment. Außer der lieben Sara und unseren Trauzeugen war niemand da und es war total entspannt so ganz unter uns.

JETZT ABER LOS

Anschließend ging ein wenig die Hektik los. Ich hatte vorab einen speziellen Ort recherchiert, an dem ich einige Bilder machen wollte. Es war es mintfarbenes Vintage-Tor, das ca. 30 Minuten Fahrt von Kirchheim entfernt lag. Wir haben uns also ins Auto geschwungen und die arme Sara drückte sich tapfer auf die Notsitze in unserem Targa. Kaum losgefahren flogen die ersten Schleierkrautbüschel vom Fahrtwind aus unseren Blumenschmuck vom Auto. Ohje, es blieb nur eins: das Herz wegmachen und zu Sara auf die Rückbank drücken. Wisst ihr eigentlich, wie sehr Schleierkraut stinken kann? Es riecht irgendwie nach einer Mischung aus nassem Hund und.. Keine Ahnung, ich kann es nicht beschreiben. Nicht gerade angenehm jedenfalls ;) 

Die Verkehrslage meinte es nicht gut mit uns und wir brauchten eine halbe Ewigkeit. Da das Tor an einer Hauptstraße lag, war das Bilder machen ziemlich unentspannt. Nach 15 Minuten hatten wir die Fotos im Kasten und fuhren wieder zurück. 

Wir sind direkt zum Schloss gefahren und haben dort im Außenbereich wirklich schöne Bilder gemacht. Für uns war das auch nochmal ein ganz besonderer Moment. Weil wir innerlich zur Ruhe kommen konnten und den Moment ganz für uns genießen konnten. Anschließend fuhren wir zurück zur Villa und machten dort noch einige Bilder. Ich fand es total schön, die fertig geschmückte Location ganz in Ruhe auf mich wirken zu lassen, bevor alle Gäste kamen. Das würde ich jedem Brautpaar empfehlen. Genießt nochmal die Ruhe vor der großen Feier und lasst alles auf euch wirken.

Aber dann war es auch schon Zeit, zum Schloss zu fahren. Alles war bereit, das Schloss wurde, während wir Bilder machen waren, schön dekoriert und wir bekamen die Info, dass die Gäste nach und nach eintrafen. Da es nur ein paar wenige Minuten Fahrt von der Villa zum Schloss waren, starteten wir erst kurz vor Beginn der Trauung dort hin. Und dann kam sie.. Die Aufregung. Jetzt warteten da oben ganz viele Leute und gleich würden sie alle auf uns schauen. Wir waren nicht wegen dem Gedanke nervös, dass wir jetzt gleich zu heiraten würden. Sondern vor dem Moment, in dem die Tür aufgehen würde und alle Augen auf uns gerichtet sein würden. Wir sind beide keine Personen, die gerne im Mitelpunkt stehen und den großen Auftritt genießen. Aber als Brautpaar steht man nun mal unweigerlich im Mittelpunkt ;) Hoffentlich stolpere ich nicht.. Hoffentlich laufen wir nicht zu schnell.. Mir gingen 100 Dinge durch den Kopf und Chris ging es genauso ;)

Wir hatten uns übrigens dazu entschieden, gemeinsam in den Raum zu laufen. Chris fand es blöd, alleine vorne zu stehen und von ganz vielen Augen genauestens beobachtet zu werden, was ich voll und ganz verstehen konnte. Außerdem fand ich den Gedanke schön, gemeinsam einzulaufen.

DAS BRAUTPAAR KOMMT – ALL EYES ON US

Wir parkten unseren Hochzeitsflitzer vor den Schlosstoren und einige Gäste schauten schon von oben aus dem Fenster. Dann ging es ins Schloss – immernoch total nervös.. Wir gingen die alte, knarzende Holztreppe hinauf vor den Saal. Die Musik ging los, die Tür ging auf und irgendwie hat in dem Moment mein Kopf ausgeschaltet. Es war total schön, den hellen, mit all unseren Lieben gefüllten Saal zu sehen und in das Gesicht unserer lieben, herzlichen TRAUREDNERIN MARY zu blicken. Sie hatte sowieso so eine beruhigende, entspannte Ausstrahlung. Unsere Traurednerin ist nicht nur freie Rednerin, sondern singt auch wunderschön. Neben einer sehr persönlichen und humorvollen Rede hat sie auch 3 Lieder live für uns gesungen, was uns wirklich Gänsehaut gemacht hat.

Außerdem haben wir auch ein kleines Ritual in die Trauung eingebaut. Jeder Gast hat eine vorbereitete Karte und einen Stift auf seinem Stuhl liegen gehabt, auf die er uns Wünsche für unser erstes Ehejahr geschrieben hat. Alle Kärtchen kamen anschließend zusammen mit einer Flasche Wein in eine Holzkiste. Diese Kiste wurde verschlossen und wir durften sie erst zu unserem ersten Hochzeitstag wieder öffnen und bei der Flasche Wein die Kärtchen durchlesen. Ich fand den Gedanke total schön, auch 1 Jahr nach der Hochzeit nochmal etwas zu haben, das nachwirkt. Die Trauung selbst war sehr emotional für uns, da sie so persönlich war. Während der individuellen Traurede kamen so unglaublich viele schöne Erinnerungen hoch. Wir hatten beide Tränchen in den Augen und es war wunderschön. Wir würden uns jederzeit wieder für so eine freie und so persönlich gestaltete Trauung entscheiden.

JUST MARRIED!

Und nach 45 Minuten im Schloss waren wir also offiziell Mann und Frau. Noch gerührt aber auch erleichtert, den „all eyes on me“-Moment ohne Missgeschicke gemeistert zu haben, wurden wir von all unseren Lieben gedrückt und beglückwünscht. Nach der Trauung und den Glückwünschen haben wir Luftballons am Schloss steigen lassen und es ging im Konvoi direkt zum Sektempfang weiter zur Villa Benz. Dort gab es im Garten auf der Terrasse Sekt und Häppchen. In einer Ecke gab es einen großen goldenen Bilderrahmen, mit dem die Gäste Gruppenbilder machen konnten. Jeder Gast sollte im Laufe des Abends mindestens ein schönes Bild für unser Gästebuch von sich machen lassen und es hat tatsächlich wunderbar geklappt. Wir haben hinterher wirklich von allen ein super schönes Bild als Erinnerung gehabt.

Das Beisammensein war total kurzweilig und irgendwann wurden wir gefragt, ob wir denn nicht langsam mal das Grillbuffet eröffnen wollen. Huch – schon wieder hatte ich einen dieser „Was? Ist es wirklich schon so spät?“-Momente und wir eröffneten das Buffet. Es gab Lachs, Rind, Schwein, Hähnchen, verschiedene Würstchen, Rosmarinkartoffeln, gegrillten Mais, Schafskäse, verschiedene Salate und Dips zu ofenfrischem Brot und – oh Wunder – es hat sich wirklich niemand über das Essen beschwert. Ich glaube, das gibt es bei einer Hochzeit sehr selten ;) Wenn ihr einen ausgezeichneten Caterer im Raum Stuttgart sucht, kann ich euch BENZ CATERING wirklich sehr empfehlen.

Wir selbst konnten das Essen leider kaum genießen. Irgendwie hatten wir beide den ganzen Tag überhaupt keinen Hunger gehabt (es war ja auch gar keine Zeit für Hunger gewesen) und waren die ganze Zeit damit beschäftigt, hier Bilder zu machen und dort ein Schwätzchen zu halten. Dadurch raste der Tag (leider) unfassbar schnell an uns vorbei. Zwar hatten mir vorab schon alle gesagt „Genieß jeden einzelnen Moment, der Tag wird sooo schnell vorbei sein“ aber dass er wirklich so unglaublich schnell vergeht, konnte ich mir vorher nicht vorstellen.

ENTERTAINMENT FÜR DIE GÄSTE

Auch für die Gäste war der Tag recht kurzweilig – sagten sie uns zumindest hinterher. Wir hatten verschiedene Ecken und Stationen vorbereitet: Draußen konnte man mit dem Bilderrahmen gemeinsame Fotos machen, drinnen konnte man sich an einem Wedding Tree verewigen und es lag ein Gästebuch aus. In der oberen Etage gab es eine Fotobox mit allerlei Equipment und außerdem gab es eine Whiskey- und Zigarrenbar (Chris ganzer Stolz) für die Herren, die mega gut bei den Gästen ankam. Zu später Stunde saß sogar meine Oma mit einem Gläschen Whiskey auf dem Ledersofa neben der Bar und stieß mit meinem Schwiegervater an ;)

Ein richtiges „Programm“ im eigentlichen Sinne gab es nicht. Unsere Eltern hatte oben noch Pinnwände mit Bildern aus unserer Kindheit vorbereitet, das war echt süß. Ich selbst habe für die Gäste einen kurzen Film mit einem Rückblick vorbereitet. Darin waren einige Bilder und Videos unserer bisherigen Reisen und die Dokumentation unseres bisher größten Projekts, dem Umbau unseres Reihenhäuschens. Gerade das kam sehr gut bei allen an, da wir erst unmittelbar vor der Hochzeit mit dem Umbau durch waren und noch nicht wirklich viele der Gäste wussten, wie unser Zuhause jetzt eigentlich aussieht.

Ruckzuck war es dann auch schon Zeit für das Anschneiden unseres Semi-naked-Beeren-Käsekuchens. Wir haben uns bewusst gegen eine schwere Buttercreme-Torte entschieden. Bei uns gab es 2 Käsekuchen aufeinander (Brownie-Cheesecake und Mango-Maracuja-Cheesecake) – Und der Kuchen war der Hammer ;p

Danach war es auch relativ schnell Zeit für den Hochzeitstanz. Da wir beide komplett unbegabte Tänzer sind, fand dieser als entspannter Stehblues statt. Alles andere hätte uns nicht nur heillos überfordert, sondern wahrscheinlich auch den ganzen Tag über mit Nervosität erfüllt. Und da wir einfach einen schönen und entspannten Tag haben wollten, haben wir uns für den idiotensicheren Stehblues entschieden. Da wir uns keine Schritte merken mussten, hatten wir den Kopf frei und konnten den Moment für uns perfekt genießen. Und ein einstudierter Walzer, das wären einfach nicht wir gewesen ;)

Bis dahin lief wirklich alles perfekt. Im Nachgang haben wir leider erfahren, dass unser DJ beim Kontakt zu den Gästen ein wirklich unverschämtes Mundwerk hatte. Er wäre wirklich der einzige, den wir so nicht noch einmal buchen würden. Die Musik war okay aber als Dienstleister hat man nicht frech und arrogant auf Bitten und Musikwünsche der Gäste zu reagieren. Leider hatten wir das während der Party nicht mitbekommen und konnten ihn nur rückwirkend per E-Mail zur Rede stellen. Da hat er übrigens alles abgestritten.

ALLES HAT EIN ENDE

Der Tag verging wie im Flug und auf einmal war es auch schon 3 Uhr morgens. Da es direkt ums Eck (5 Minuten Fußweg entfernt) ein Hotel gab, haben wir dort übernachtet. Ein paar Gäste waren auch im Hotel, einige sind aber auch nach Hause gefahren. Hundemüde und zugegeben auch leicht angetüdelt fielen wir zufrieden und überglücklich ins Bett. Ich erinnere mich noch ganz genau, wie überglücklich wir waren. Jetzt waren wir endlich offiziell Mann und Frau – so ein schönes Gefühl! Und ich weiß auch noch genau, wie ich die ersten Tage nach der Hochzeit immer wieder überglücklich den Ehering am Finger angeschaut hatte und mein Glück kaum fassen konnte. So eine Hochzeit verpasst einer Beziehung einfach nochmal ein ganz besonderes Zusammengehörigkeits- und Glücksgefühl.

Rückblickend kann ich sagen, ich konnte den großen Tag in vollen Zügen genießen. Trotzdem ging er leider wirklich wie im Flug vorbei. Für uns war alles wirklich genau so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Es hat rundum gepasst und so geklappt, wie wir es geplant hatten. Die Locations, die Art unserer Trauung, das Essen, der Ablauf und das Fest… Wir würden es wieder genau so machen – bis auf den Stänker-DJ ;). Auch bei den Gästen gab es keinerlei Mäkeleien – außer eben den unfreundlichen DJ.

Es war wirklich ein unvergessliches und wunderschönes Fest. Am Anfang war ich übrigens etwas traurig, weil es so ein bedeckter Tag war. Aber zum Bildermachen war das genau richtig und für die Stimmung auf der Feier auch. Denn wer möchte schon, dass die Hochzeitsgesellschaft bei 35 Grad im Schatten träge in der Ecke hängt ;) Es war –vor allem abends, als wir die Türen und Fenster wegen der Musik schließen mussten – wirklich mehr als warm genug ;)

Seid ihr schon verheiratet oder seid eventuell gerade dabei, eine Hochzeit zu planen?

Ich hoffe, dass dieser und mein Wedding Inspirations Beitrag euch vielleicht inspirieren und dass ich euch vielleicht den ein oder anderen hilfreichen Tipp geben konnte.

Alles Liebe,